News

March 19, 2016


Failla Wines

"Ehren Jordan's 2014s Are Superb Across The Board" Antonio Galloni, February 2016

Wir freuen uns, dass die Weine von Failla nun auch neu in der Schweiz erhältlich sind.
Die Weine von Ehren Jordan werden im Mai in der Weinresidenz eintreffen.

March 18, 2016


Cellar Favorite: 1995 Spottswood Cabernet Sauvignon, Antonio Galloni März 2016

1995 Spottswoode Cabernet Sauvignon

Spottswoode’s 1995 Cabernet Sauvignon is a fabulous choice for drinking now and over the next handful of years. Sensual and intensely perfumed, but with plenty of underlying grip, the 1995 is super-expressive today. Sweet red cherry, plum, hard candy, mint and crushed flowers are all fused together. Silky and soft contours add to the wine’s considerable appeal. The 1995 is a decidedly ripe, open-knit, yet also deceptively mid-weight Cabernet from Spottswoode that should continue to age gracefully on its impeccable balance.

-- Antonio Galloni

February 10, 2016


SWISS PINOT NOIR GO TO CALIFORNIA

Für alle Daheimgebliebenen - Unser Weindegustation
auf der  Schramsberg Winery vom 9. Februar 2016.

Blinddegustation der 28 Pinots

 

November 27, 2015


Auszeichnung für Ontanon Rioja

Wir gratulieren und sind stolz der Importeur von Ontanon zu sein.

Ontañón’s care and passion for wine has recently received new recognition. The 2005 Reserva has been granted the Golden Medal at the 16th Annual “El Zarcillo” Awards, one of the most important and prestigious wine events both in Spain and worldwide. This year, the jury tasted a total of 1,907 samples from 385 wineries from 20 different countries representing 86 different denominations of origin.

November 25, 2015


Auszeichnung für Monteabellon Crianza

Wir gratulieren von Herzen und sind stolz die Importeure zu sein.

 

September 14, 2015


August 15, 2015


Status Quo - Quo vadis

Status quo – Quo vadis

 

Die grossen Weine aus Kalifornien erfreuen sich einer enormen Nachfrage. Einerseits ist da der laufend stärker werdende US Markt und andererseits sind die Weinhändler aus Fernost momentan sehr auf die kalifornischen Weine fixiert. Dies aus den Gründen, dass sich der dortige Bordeaux Boom abgeschwächt hat und auch im Bewusstsein, dass Kalifornien noch die einzige Weinregion der Welt ist, in der Robert Parker persönlich die Degustationsberichte verfasst und die Bewertungen anstellt.

Obendrein beginnt nun mit dem 2012 eine Serie von drei herausragenden Weinjahrgängen in Folge. Dies hat keine andere Weinregion der Welt momentan im Keller und so ist die weit überdurchschnittliche Nachfrage erklärbar.

Jetzt oder nie; das ist mit Bestimmtheit übertrieben, aber vorteilhafter jetzt als nie. So weiss man wenigstens, was man hat!

Eilen mit dem Geniessen dieser Weine tut es nicht, mit Bestellen hingegen schon!

Es gilt aber mehr denn je genau zu prüfen, welche Weine in der Tat das Gerüst für den späteren ungetrübten Weingenuss bieten. Göttertrank oder Blendwerk; dies heraus zu riechen, zu fühlen und zu schmecken ist eine unserer verantwortungsvollen Aufgaben,  der wir uns mit grosser Akribie und Hingabe widmen.

Da der kalifornische Weinbau und mit ihm auch die kalifornischen Weinbauregionen, allen vorab unser geliebtes Napa Valley, während den letzten zwei Jahrzehnten einen enormen Wandel durchlebt haben, ist genaustes und mit allen Sinnen konzentriert und auf den Wein fokusiert zu prüfen, was da genau im Glas beziehungsweise in der Flasche ist. Eben, ist es der angepriesene Göttertrank oder ist es nur eines der vielen Blendwerke? Diese entstanden, als plötzlich Unmengen von Geld und Investoren das bis dahin beschauliche Valley fluteten. Wineries schossen wie Pilze aus dem Boden, gekauft wurde was feil war: Nice to have! Der Wein wurde nicht nur wie bis anhin meistens mit grosser Sorgfalt und Hingabe gekeltert, sondern es wurde, und das war neu, zusehends auch Weine kreiert, auf die eigentlich niemand gewartet hatte. Aber auch diese Weine fanden einen Käufer mittels künstlicher Verknappung, Spezielle Memberlisten, Scheiaweia, und "extravaganza" Degustationen! Ein Winzer sagte einmal zu uns. "and now we will create a new highpriced wine for 200 $. Na, dann kreier einmal schön und ... Tschüss!

Das liebe Geld veränderte das Valley grundlegend und das leider nicht nur zum Guten! Es wurde zusehends immer teurer und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar.

Durch den immensen Geldfluss entstanden auch wahre Prachtbauten, seien es nun Weingüter oder Privatresidenzen. Teilweise in einem recht "geschmäcklerischen" Stil, eine neue Brutstäte für Blendwerke? :-))

Ein sehr bekannter Winzer meinte einmal zu uns: "Too much Disney Land in the Valley!" Ganz unrecht hat er ja nicht. Auch für uns hat der sehr fragwürdige Wein-Sauglattismus, der an gewissen Orten um sich gegriffen hat, einen fahlen Beigeschmack. Schwarze Stretch -Limousinen, ein Geschrei der Aussteigenden, als hätten sie gerade das Rad erfunden (dann wären diese Leute ja punktgenau in der richtigen Zeit), schwarze Sonnenbrillen bis um Mitternacht im Gesicht, mit den Patschhändchen dafür den Weinkelch voll umfassend, engste fluoriszierende T-Shirts und lauthals am Handy!

Wir fragen uns auch, warum eines der angesehensten und prestigeträchtigsten Weingüter im Valley seit 1990 bereits zum vierten Mal den Besitzer gewechselt hat und dass ein Winery-Name für 35 Millionen $ verkauft wurde ohne einen m2 Land und ohne eine Winery. Just the name! Wir fragen uns auch, warum in einem weiteren Kultweingut alle zwei Jahre der Önologe kündigt. Die Antworten liegen eigentlich auf der Hand,

Schickimicki trifft Schreihals.

Es gibt aber auch die guten Beispiele, wo viel Geld investiert wurde um des Weines Willen. Wohl mit der Gewissheit, dass nicht alles zurückfliessen kann und wird, es muss in diesen Fällen aber auch gar nicht unbedingt. Gearbeitet wird im Stillen, ohne viel Aufhebens. Es sind meist jüngere, engagierte und ambitionierte Önologen am Werke die zusätzlich von einem der zahlreichen gestandenen Top-Önologen beratend unterstützt werden. Es wird an nichts gespart, wenn es darum geht, einen grossen Wein in die Flaschen zu bringen. Diese Ziele werden akribisch verfolgt und laufend wird verbessert und an den Details gefeilt. Das alles hat aber seinen Preis!

 

Den Preisentwicklungen nach oben sind in Kalifornien aller Anschein nach keine Grenzen gesetzt!  Im Schnitt seien die 2012 20% teurer als der vorangegangene Jahrgang, und bei den 2013 ist nochmals mit einer ca. 15%igen Teuerung zu rechnen!

Die dafür verantwortlichen Gründe sind vielfältig, sicherlich sind die folgenden Punkte

nicht unwesentlich:

- die steigende Nachfrage aus den bestehenden Märkten (Fernost)

- die Nachfrage aus neuen Märkten ( Mittel- und Süd Amerika)

- die exzellenten Jahrgänge, die da kommen werden

- die hohen Benotungen der einflussreichsten Weinjournalisten

 

Es sind aber eben auch Weine, von meist kleineren Abfüllern, oder Weingütern ohne eigene Reben, die die Preise ansteigen lassen. Die Trauben werden (müssen) bei einem Grape Grower gekauft werden, dies teils zu horrenden Preisen. Von einem Kellermeister wird das Traubengut gekeltert  und zusammen mit einem der vielen Top Önologen bis hin zur Abfüllung önologisch und beratend begleitet. Oft geschieht das zudem noch in einem gemieteten Kellerabteil einer Winery, die physisch Platz hat und deren Produktionskontingent nicht ausgefüllt ist. Da fallen natürlich schon wesentlich höhere Kosten an, als auf einer traditionellen Winery.

Die hohen Kosten werden dann zum grossen Teil auf die Weine umgewälzt und so ist es logisch, dass die Anzahl der hochpreisigen Weine zunimmt. Die im eigentllichen Sinne fremd gekelterten Weine sind meistens gut oder mehr, doch letztlich austauschbar.

Viele der Mitbewerber nehmen dies dann zum Anlass, ihre Preise anzuheben, frei nach dem Motto: so gut wie jener Wein ist, ist unserer mit Sicherheit auch!

Wie auch immer, die Preisspirale dreht sich im Moment kontinuierlich nach oben und ein Ende ist nicht absehbar.

Die Freude an diesen grossartigen und einzigartigen Weinen ist aber weiterhin ungebremst! Und so soll es auch bleiben.

 

Es gab auch einmal eine dunkle Zeit, in der man lieber Parker Punkte kaufte als Wein. Die Punkte waren eine Art neue Währung für die Weingüter.

In der Folge liessen  sich viele Weinbaubetriebe dazu hinreissen, eher gefälligere und vollmundige Weine zu keltern im Wissen um Parkers Vorlieben. Das war absolut legitim, leider verloren aber dabei viele der Napa Weingüter ihre wahre Identität, was sehr schade war.

 

Ab 2008 wurde Parkers Einfluss zusehends geringer, eine neue und frische Nase zog für Parkers Wine Advocat durch Kalifornien. Antonio Galloni war angesehen und fand schnell einen guten Zugang zu den Winzern. Da gewisse Wein-Investoren mit Tonis Bewertungen aber nicht einverstanden waren, wurde Robert Parker verbindlich angehalten, die 2010er Napa Weine nochmals zu degustieren und zu bewerten. Und siehe da, seine Nase fand ein ganzes Dutzend 100 Punkte Weine......

Nun ist es so, dass Parker noch zwei Jahre Kalifornien bereist, die Degustationsnotizen verfasst und die Punkte vergibt und dann sei Schluss! Einige Winzer stecken nun ihre Köpfe zusammen und wollen eine Art neuen Weinpapst finden und küren! Zu gross werde das Loch sein, das Parker hinterlassen wird. Die Kunden und Weinliebhaber bräuchten schliesslich einen sicheren und objektiven Indikator, ansonsten die Verkäufe einzubrechen drohten...

Viele der Weingüter die "parkerisierte" Weine produzierten sind am zurückbuch-stabieren. Die gewonnenen Kunden will man ja keinesfalls verlieren und deswegen ist es natürlich nachvollziehbar, dass auf den neuen - alten Weg der Weinproduktion, wo das Terroir, die Güte und die Bekömmlichkeit der Weine im Vordergrund standen, sanft eingebogen wird.

Es gibt aber immer noch genug Weingüter, die die Sumo Variante im Wein bevorzugen. Ein Glas geht, beim zweiten fängt man an zu kauen und beim dritten Glas ist man bereits am schneiden. Und irgendwann ist dann.... Flasche leer!

Deutlich Festhalten möchten wir aber, dass es vielen Winzern sprichwörtlich am A... vorbei ging, was Parker über ihre Weine meinte. Da es ja auch noch andere Wein-Publikationen gibt, mit geringerem Einfluss zwar, dazu auch Resultate an Auktionen eine Reputation eines Weingutes mitbestimmen, wurden im Laufe der Zeit auch Weingüter, die bis anhin  eher gemieden wurden, in Parkers Ritterstand erhoben.

Und hier sind sie wieder; Göttertrank oder Blendwerk, auf einem Level.

Darum lieben wir unsere Arbeit so sehr. Es ist eine Herausforderung, aber mit grosser Verantwortung, die Balance haltend und vorausschauend findet man mit Genugtuung intuitiv den nächsten sicheren Tritt. Vor einem Fehltritt schützt zudem die Degustation und ein Kellerrundgang verlässlich.

Es käme uns nie in den Sinn, nur über die jeweiligen Parkerpunkte unsere Weine anzupreisen und zu verkaufen. Erreicht ein höchstgepunkteter Wein im Folgejahr dieses Punkte-Level nicht, schwindet das Interesse drastisch.

 

Es graut und enttäuscht uns sehr, wenn wir bei einem Weinbeschrieb oder einem Weinangebot nur die Parker Punkte  zu sehen bekommen. Das zeugt einerseits von einer gewissen Hilflosigkeit des Anbieters  und andererseits fragen wir uns, ob die die

Anbietenden ihre Kundschaft wirklich ernst nehmen?
Eric Titus sagte diesbezüglich  einmal bezeichnend zu uns

"If you sell by points - you will die by points".

Oder ist es zu guter Letzt nur eine Schreihals-Parade?

Drum prüfe wer sich ewig bindet, und sei es nur bis zum Zeitpunkt, wo der Korkenzieher das Finale der gemeinsame Zeit einläutet!

 

Entschuldigt die Abschweifung! Nach der Degustation geht es natürlich noch um die Verfügbarkeit der Weine und um die Preise.

Da heisst es schon einmal leer schlucken! Manchmal auch zwei Mal.

Um die Verfügbarkeit feilschen wir des Öfteren, meistens mit Erfolg, auch wenn es nur ein paar Kistchen mehr sind, hilft das schon beträchtlich.

Sonnenklar ist aber, dass in Kalifornien zum grossen Teil absolute Traumweine gekeltert werden, deren Winzer mit grösster Hingabe und einem enormen Wissen um den Rebbau und um die Önologie emsig an der Arbeit sind. Dank den ausserordentlichen klimatischen Verhältnisse kann auch sehr naturnah produziert werden. Unzählige Weingüter praktizieren den biologischen Rebbau aus Überzeugung und mit der Gewissheit, dass sie so Spitzenweine abfüllen können.

 

Die gute Nachricht zuletzt!

Dass dies mit den prozentualen Preisaufschlägen nicht zwingend stimmen muss, zeigt unsere Angebotsliste deutlich! Dies aus den Umständen heraus, dass wir gelegentlich vor Ort sind (und dies nicht erst seit vorgestern), und wir mit den Winzern verlässliche und professionelle Partner haben, die auch an unseren Anliegen interessiert sind; auch weil wir eher im Stillen agieren dafür aber kontinuierlich, und wir jedes Jahr, ungeachtet der jeweiligen "Jahrgangsgüte", Weine einkaufen und unsere Winzer weitsichtige Persönlichkeiten mit sehr hohem Weinverstand sind. Den Weinen unserer Winzer gehört die Zukunft!

 

Seit diesem Januar sind nun recht verschärfte Baugesetze in Kraft getreten. Auch wurde viel Land dem Napa Valley Land Trust zugesprochen. Zudem haben voraussehende Winzer dieses Jahr, wie auch schon in der Vergangenheit, viel Brachland gekauft, um dies vor einer Bebauung durch die Limousinen fahrenden Schreihälse zu schützen.

 

Halten wir grosse Sorge zu diesem einzigartigen Weintal, das uns mit Unmengen von Welt besten Weine beglückt und verwöhnt hat und auch noch wird und hoffen innigst, dass die Schreihals-Plage keinen weiteren Nährboden findet!

 

Andreas Putzi - Weinenthusiast